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RLB Kunstpreis 2024 wird heute Abend verliehen 14.05.2024

  • Esther Strauß ist Hauptpreisträgerin des RLB Kunstpreises 2024 
  • die zwei Förderpreise gehen an Fabian Lanzmaier und Stephanie Stern
  • der vor 20 Jahren begründete Preis ist mit 18.000 Euro dotiert

 

Die Vergabe des RLB Kunstpreises 2024 findet heuer erneut im Ferdinandeum statt.

Die Raiffeisen-Landesbank Tirol AG fördert seit 20 Jahren mit dem RLB Kunstpreis junge Kunstschaffende in Tirol. Hauptpreisträgerin 2024 ist Esther Strauß. Die zwei Förderpreise gehen an Fabian Lanzmaier und Stephanie Stern.

Vor 20 Jahren wurde der RLB Kunstpreis mit einer Gesamtdotierung von 18.000 Euro zum ersten Mal verliehen. Er richtet sich an alle im Bundesland Tirol geborenen oder lebenden Künstler:innen bis zum vierzigsten Lebensjahr und wird alle zwei Jahre ausgeschrieben.

Die Raiffeisen-Landesbank Tirol AG hat diesen Preis für bildende Kunst im Jahr 2004 ins Leben gerufen – damals als erste Initiative dieser Art eines privaten Unternehmens in Tirol. Auch war es der erste regionale Kunstpreis, für den sich Künstler:innen bewerben konnten. Mit einer wechselnden Fachjury, die aus den Einreichungen die drei Preisträger:innen ermittelt, sollte ein offenes Bewerbungsverfahren zur Förderung junger Tiroler Kunstschaffender etabliert werden.

Seit 2006 ist mit dem Hauptpreis eine Einzelausstellung in Kooperation mit den Tiroler Landesmuseen in Innsbruck verbunden. Diese Kombination von Preisgeld und musealer Präsentation bietet den Künstler:innen nicht nur verstärkte Aufmerksamkeit, sondern schafft auch wichtige Vernetzungsmöglichkeiten. Die bisher im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum präsentierten Preisträger:innen waren Anna-Maria Bogner (2023), Oliver Laric (2021), Karin Ferrari (2019), Stefan Klampfer (2017), Michael Strasser (2015), Christoph Raitmayr (2013), Annja Krautgasser (2011), Christoph Hinterhuber (2009) und Thomas Feuerstein (2007).

Der RLB Kunstpreis wird 2024 zum elften Mal verliehen. Insgesamt haben in diesem Jahr 57 Künstler:innen per Online-Einreichung teilgenommen.

Jurymitglieder 2024

Silvia Höller (Leiterin RLB Kunstbrücke Innsbruck)
Harald Krejci (Direktor Museum der Moderne Salzburg)
Bettina Siegele (Künstlerische Leiterin und Geschäftsleitung Künstler:innen Vereinigung Tirol)
Bettina Spörr (Kuratorin Secession Wien)
Bärbel Vischer (Kuratorin MAK Wien)

 

Hauptpreis – 10.000 Euro. Der Hauptpreisträgerin wird von den Tiroler Landesmuseen mit Unterstützung der RLB Tirol AG im Jahr 2025 eine Einzelausstellung gewidmet.

Esther Strauß (geb. 1986 in Zams – lebt in Inzing)

Zentraler Bestandteil des Werks der Performance- und Sprachkünstlerin Esther Strauß ist die intensive Auseinandersetzung mit Erinnerung und Lücken, Leben und Tod. Ihre für ein breites Publikum oft unzugänglichen Performances zeichnen sich durch Tiefgründigkeit, Präzision und Radikalität aus. Für Strauß bedeutet Performance, die eigene Souveränität aufzugeben. Eine Haltung, die sie auch im Konzept des performativen Denkmals weiterführt. Die Kompromisslosigkeit in ihrer künstlerischen Praxis und nicht zuletzt auch ihr Beitrag zur Erinnerungskultur im familiären und privaten Umfeld machen Strauß – so die Jury – zu einer bedeutenden künstlerischen Position in Tirol und darüber hinaus.

Förderpreise – je 4.000 Euro

Fabian Lanzmaier (geb. 1991 in Hall in Tirol – lebt in Wien)

Fabian Lanzmaiers künstlerische Praxis basiert wesentlich auf der komplexen Auseinandersetzung mit Klang. Ihm geht es jedoch um die Erweiterung des analog und digital erzeugten Klangmaterials und deren Übersetzung in unterschiedliche bildnerische Prozesse. So entstehen neben Live-Performances auch Objekte oder Outdoor-Installationen. Lanzmaier analysiert Prozesse der Natur, die er für seine digitale Klangerzeugung nutzt. Er schafft mit seinen elektronisch-akustischen Netzen, Schaltkreisen und Feedbackschleifen eine fast körperliche Präsenz des Klangs, manchmal auch nur auf ganz flüchtige Art und Weise. Überzeugend ist, wie er in seinen Projekten der körperlich-physischen Qualität von Klängen Raum gibt und damit poetische Momente schafft (Jurybegründung).

Stephanie Stern (geb. 1986 in Ehenbichl – lebt in Wien)

Die Künstlerin Stephanie Stern begreift Fotografie als konzeptuelles Medium, das sie um die Dimension der Zeichnung bzw. Schrift und des Skulpturalen erweitert. Ihre fotografischen Assemblagen und Installationen erzeugt sie aus Alltagsobjekten, in die Geschichte, Gegenwart und unsere Rituale eingeschrieben sind. Dabei entwickelt Stern aus diesen Ikonen des Alltags oftmals Muster und neue Ordnungen, die auf Syntax, Software oder Kompositionen verweisen. Leerstellen und Verschiebungen der Kontexte machen die Betrachter:innen auf die Poesie der Darstellung und der freien Assoziation aufmerksam. Die Jury war fasziniert, in die Matrix der Künstlerin einzutauchen, und ist gespannt auf ihre zukünftigen Projekte.

 

Videos mit Kurzvorstellungen der Preisträger:innen finden Sie auf der Youtube-Seite von Raiffeisen Tirol.

 

Offizielle Preisverleihung RLB Kunstpreis 2024

Dienstag, 14. Mai 2024, 18.00 Uhr
Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum

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