24. Juni 2016
RLB Atelier zeigt Werke von Markus Prachensky

  • Werkauswahl aus der Sammlung der Raiffeisen-Landesbank Tirol
  • unverwechselbare Bildsprache in expressiver Malweise
  • Farbe Rot spielt zentrale Rolle

 

LIENZ. Mit Markus Prachensky (1932–2011) präsentiert das RLB Atelier in Lienz einen Klassiker, der die österreichische Kunstgeschichte der Nachkriegszeit mitgeschrieben hat. Gezeigt wird eine Werkauswahl aus der Sammlung der Raiffeisen-Landesbank Tirol. (RLB Atelier, Lienz, 24.6. – 2.9.2016).

 

In expressiver Malweise entwickelte Markus Prachensky Mitte der 1950er-Jahre eine bis heute unverwechselbare Bildsprache. Von Beginn an spielt dabei die Farbe Rot eine zentrale Rolle. „Rot ist die Farbe meines Lebens. Ich könnte mir weder meine Malerei noch mein Leben noch die Welt ohne die Farbe Rot vorstellen“, formuliert er 2006 in einem Interview.

 

Markus Prachensky wurde 1932 in Innsbruck geboren. Sein Vater Wilhelm Nicolaus Prachensky, Sohn eines Innsbrucker Verlagleiters böhmischer Herkunft, war Maler und Architekt und gilt als eine der zentralen Künstlerpersönlichkeiten der Tiroler Zwischenkriegszeit. Auch sein Onkel Theodor Prachensky war Architekt und widmete sich der Malerei. Somit war der Weg von Markus Prachensky zur Kunst vorgezeichnet. Mit zwanzig Jahren übersiedelt er nach Wien und beginnt ein Architekturstudium bei Lois Welzenbacher an der Akademie der bildenden Künste. Aber schon früh fasst er den Entschluss, die Malerei ins Zentrum seiner Tätigkeit zu stellen.

 

Als das neue Credo der Avantgarde verbreiten sich in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg ausgehend von Paris und dem amerikanischen Westen die gegenstandslose Malerei des Informel und des abstrakten Expressionismus. Prachensky folgt bereits in jungen Jahren diesem Puls der Zeit. Gemeinsam mit Arnulf Rainer, Wolfgang Hollegha und Josef Mikl findet er seinen Weg in der Künstlergruppe „nächst St. Stephan“, die sich 1956 um die legendäre gleichnamige Galerie von Monsignore Otto Mauer in Wien formiert, und feiert früh Erfolge, auch in Paris.

 

Zeit seines Lebens ist ihm das Reisen Triebfeder und Inspirationsquelle gleichermaßen. Italien, Frankreich, Kalifornien und viele andere Länder sind dabei immer wiederkehrende Ziele. So verweisen die Bildtitel seiner meist in großen Werkgruppen zusammengefassten Arbeiten auf seine zahlreichen Aufenthalte, deren Eindrücke er auf wenige Farben und Formen reduziert und im rhythmisch abstrakten Malakt auf Leinwand oder Bütten bannt.

 

Von 1983 bis 2000 wirkt er als Professor an der Akademie der bildenden Künste in Wien und erhält zahlreiche Auszeichnungen wie das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst (2000) oder das Große Goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich (2007). Im Juli 2011 stirbt Markus Prachensky im Alter von 79 Jahren nach schwerer Lungenkrankheit in Wien.

 

 

 

Eröffnung / Öffnungszeiten

Die Ausstellung „Markus Prachensky I Rot ist die Farbe meines Lebens. Sammlung Raiffeisen-Landesbank Tirol“ wird am Freitag, 24. Juni 2016, um 19.00 Uhr im RLB Atelier Lienz, Johannesplatz 4, eröffnet und ist ab 27. Juni bis 2. September 2016 immer Mo–Do (8.30–12.15 Uhr und 14.00–16.30 Uhr) und Fr (8.30–16.30 Uhr) zugänglich.

Folgende Dateien stehen zum Download zur Verfügung:

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    Prachensky_Gumpendorf III

    Markus Prachensky, Gumpendorf III, 1974
    Acryl auf Leinwand, 110 x 160 cm

    Größe In Pixel: 2244 x 1540
    Dateigröße: 1,3 MB
    Copyright: RLB Tirol AG

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    Prachensky_Puglia Marina Murge

    Markus Prachensky, Puglia Marina Murge, 1979
    Acryl auf Leinwand, 73 x 96 cm

    Größe In Pixel: 1798 x 1399
    Dateigröße: 1,7 MB
    Copyright: RLB Tirol AG

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    Prachensky_Amanpuri

    Markus Prachensky, Amanpuri, 1999
    Acryl auf Leinwand, 100 x 130 cm

    Größe In Pixel: 6150 x 4749
    Dateigröße: 1,7 MB
    Copyright: RLB Tirol AG

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    Prachensky_California revisited

    Markus Prachensky, California revisited, 2001
    Acryl auf Leinwand, 160 x 130 cm

    Größe In Pixel: 2038 x 2535
    Dateigröße: 1,6 MB
    Copyright: RLB Tirol AG

Mag. Désirée Walter   Mag. Philipp Ostermann-Binder
Presse- & Medienbetreuung

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