15. März 2018
RLB Atelier zeigt Werke von Michael Fliri

  • Fotoarbeiten eigens für Ausstellung im RLB Atelier angefertigt
  • Verwirrspiel aus farbigem Licht und Schatten
  • Thema der Maske als zentrales Element

 

LIENZ. In einem aufwendigen Verfahren hat Michael Fliri für seine Ausstellung im RLB Atelier neue Fotoarbeiten entwickelt, die visuell äußerst ansprechend das Phänomen von Licht und Schatten ins Zentrum stellen. Die Ausstellung im RLB Atelier in der Bankstelle Lienz der RLB Tirol AG ist vom 26. März bis 24. Mai 2018 geöffnet.

 

Eine zentrale Rolle im Werk von Michael Fliri spielt das Thema der Maske, das er in seiner Vielschichtigkeit immer wieder in neuer Form aufgreift. Auch die Fotoarbeiten, die eigens für die Ausstellung im RLB Atelier Lienz entstanden sind, zeigen maskenähnliche Gebilde. Was für die eine einen Tierschädel darstellt, mag für den anderen ein Science-Fiction-Helm sein. Letztlich sehen wir skulpturale Gebilde aus transparentem Kunststoff vor einem weißen Hintergrund, die durch ein ausgeklügeltes, farbiges Licht-Schatten-Spiel belebt werden. Material und Lichtführung verleihen den Arbeiten eine Aura des Flüchtigen, des Nichtgreifbaren, des Ephemeren.

 

Fällt ein schneller Blick auf die gesamte dreizehnteilige Serie, scheint sich ein Motiv – gleich dem Wesen einer Wolke – im ständigen Wandel zu befinden. Eine genauere Betrachtung lässt jedoch erkennen, dass es sich zum einen um unterschiedliche Plastiken mit verschiedenen Oberflächenstrukturen handelt. Zum anderen erscheint ein und dieselbe Form durch eine veränderte Lichtregie völlig neu.

 

Es sind bizarre Objekte, die sich jeder endgültigen Kategorisierung entziehen. Verstärkt wird dies dadurch, dass Fliri nicht die eigentlichen Skulpturen präsentiert, sondern nur ein inszeniertes Abbild davon. Ein Abbild im doppelten Sinne: von den Skulpturen und ihren Schattensilhouetten.

 

„Am Anfang dieser fotografischen Werkgruppe stehen Skulpturen aus Gips mit unterschiedlichen Oberflächenstrukturen. Mittels eines Tiefziehverfahrens wird von diesen eine transparente Oberflächen-›Haut‹ aus Kunststoff abgenommen und es entstehen dreidimensionale Masken. Beleuchtet durch mehrere Lichtquellen, vervielfältigen sich die Schatten der Formen, ebenso wie die zentral gesetzte Augenöffnung – etwas Wesenartiges entsteht. […] Licht ist immateriell und setzt die Welt auf so unterschiedliche wie faszinierende Weise in Szene. Es ist etwas Magisches daran, wie Licht sich manifestiert und sogar Gefühlswelten hervorrufen kann. Das ist das ›Material‹, mit dem ich arbeiten wollte“, beschreibt Fliri im begleitenden Ausstellungskatalog.

 

Sind die meisten bisherigen Arbeiten des gebürtigen Südtirolers eng mit seinem eigenen Gesicht verbunden, so verhält es sich mit der neuen Serie The light never sees a shadow völlig anders. Manche der Objekte erinnern an Tierschädel, Totenköpfe oder abstrahierte Abdrücke von textilen Faltenwürfen. Dort, wo wir Augenhöhlen erkennen, assoziieren wir die Idee der Maske. Allerdings führt das Verwirrspiel der Schatten unsere Wahrnehmung aufs Glatteis. Auch bei einer detektivischen Betrachtung lässt sich manches Objekt nicht wirklich aus seinen Schattenwürfen herausschälen. Neu an Fliris Herangehensweise ist vor allem das Spiel mit pastellfarbenem Licht, mit dem er ästhetisch äußerst reizvoll die eigentlichen Objekte entmaterialisiert und ihnen gleichzeitig neues Leben einhaucht.

 

Michael Fliri wurde 1978 in Taufers im Münstertal geboren und lebt heute zeitweise in seinem Heimatdorf und zeitweise in Zürich und Innsbruck. Er studierte an den Akademien in Bologna, München und Bergen und erweiterte anschließend seine Ausbildung mit einem Studium an der New York University.

 

Sein künstlerisches Schaffen, das von der Performance- und Videokunst bis hin zu Fotografie und Skulptur reicht, wird international rezipiert. So war er unter anderem 2012 bei der Ausstellung Hors Pistes. Un autre mouvement des images im Centre Pompidou in Paris und 2015 bei der renommierten Großausstellung für Videokunst, der Contour Biennale, in Mechelen/Belgien vertreten. Im vergangenen Jahr folgten gleich zwei Präsentationen in Belgien: eine große Einzelausstellung im Cultuurcentrum Mechelen sowie die Teilnahme an der Kunsttriennale in der Hafenstadt Ostende.

 

 

Zur Ausstellung erscheint der gleichnamige Katalog mit einem Textbeitrag von Silvia Höller und einem Interview mit Michael Fliri, geführt von Silvia Höller (64 Seiten).

 

Eröffnung/Öffnungszeiten

Die Ausstellung „Michael Fliri I The light never sees a shadow“ wird am Freitag, 23. März 2018, um 19.00 Uhr im RLB Atelier Lienz, Johannesplatz 4, eröffnet und ist vom 26. März bis 24. Mai 2018 immer Mo–Fr (8.30–12.15 Uhr und 14.00–16.30 Uhr) zugänglich. Der Eintritt ist frei.

Folgende Dateien stehen zum Download zur Verfügung:

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    Ausstellungsansicht

    Ausstellungsansicht, Michael Fliri, RLB Atelier Lienz

    Größe In Pixel: 5583 x 3722
    Dateigröße: 6,7 MB
    Copyright: Raiffeisen/Waldner
    Fotograf(In): Ramona Waldner

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    Ausstellungsansicht

    Ausstellungsansicht, Michael Fliri, RLB Atelier Lienz

    Größe In Pixel: 5700 x 3800
    Dateigröße: 7,1 MB
    Copyright: Raiffeisen/Waldner
    Fotograf(In): Ramona Waldner

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    The light never sees a shadow

    Michael Fliri, The light never sees a shadow, 2018
    Lustre Fine Art Print, 108 x 135 cm
    Courtesy Galleria Rafaella Cortese, Mailand, Foto: Rafael Kroetz

    Größe In Pixel: 6722 x 5378
    Dateigröße: 6,1 MB
    Copyright: Raiffeisen/Waldner
    Fotograf(In): Ramona Waldner

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    The light never sees a shadow

    Michael Fliri, The light never sees a shadow, 2018
    Lustre Fine Art Print, 108 x 135 cm
    Courtesy Galleria Rafaella Cortese, Mailand, Foto: Rafael Kroetz

    Größe In Pixel: 7459 x 5967
    Dateigröße: 10,2 MB
    Copyright: Raiffeisen/Waldner
    Fotograf(In): Ramona Waldner

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